Kiesabbau

Die fruchtbaren Marschböden rings um Hävern liegen auf einer dicken Kiesschicht. Deshalb wurde vor etwa 40 Jahren erstmals mit dem Kiesabbau begonnen. Von allen Seiten her folgten mehrere Abgrabungen. So entstand eine Reihe von Kiesteichen, die naturnah rekultiviert wurden.
Von den mehr als 4 qkm Fläche der Gemarkung Hävern wurden inzwischen mehr als ein Viertel vom Land Nordrhein-Westfalen erworben und größtenteils als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Diese Flächen werden von der „Biologischen Station“ des Kreises Minden-Lübbecke betreut. Der Ort liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem jüngsten Naturschutzgebiet „Mittelweser“. Nach Beendigung der Abgrabungstätigkeit der Firma Baltus im Jahr 2000 wurden hier alle Geräte abgebaut und die Landschaft rekultiviert. Inzwischen wird die jüngste Kiesabgrabung entlang der Kreisstraße 5 von Ovenstädt nach Hävern vorangetrieben. Nachdem Hävern im Jahr 2005 erreicht wurde, arbeitet die Firma Kriesgruben GmbH Ovenstädt weiter in Richtung Großenheerse. Mit dem Abschluss der Maßnahme ist um das Jahr 2010 zu rechnen. Auch hier entsteht eine neue Naturlandschaft, die im Bereich der Straßenabbiegung Ovenstädt – Hävern – Großenheerse für eine Natur-Besichtungsroute, einem sogenannten „Grünen Pfad“ für interessierte Besucher geöffnet wird. Diese Planung ist in eines der augenblicklich laufenden Häverner Projekte eingebunden. Der Verein „Ole Schaule Hävern e.V.“ ist für die Umsetzung dieser Idee zuständig, die im Zusammenhang mit einem Besucher- und Informationszentrum der Biologischen Station des Mühlenkreises zusammen mit einem Dorfladen und Dorfcafè verwirklicht wird.